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Samstag, 22. November 2008
 
 
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Bankberater empfehlen nicht immer diejenigen Produkte, die optimal zu den Bedürfnissen des Kunden passen. Wichtig ist vor allem, dass der Berater sich nach Einkommen, Vermögen, gewünschter Laufzeit der Anlage und nach der persönlichen Risikobereitschaft des Kunden erkundigt. Nur so kann er Produkte empfehlen, die den Wünschen des Kunden optimal entsprechen. Wer hundertprozentige Sicherheit will, sollte sein Geld nicht in Aktien oder Aktienfonds anlegen. Für Spielernaturen dagegen sind sichere, aber renditearme Festgelder oder Rentenfonds eher unattraktiv. Auch die Frage nach vorhandenen Schulden sollte der Banker stellen. So ist es in aller Regel günstiger für den Bankkunden, zunächst teure Dispokredite auszugleichen und erst dann das restliche Geld anzulegen. Übrigens: Bankberater empfehlen nicht immer die zinsstärksten Anlagemöglichkeiten – oft bekommen sie die höchste Vermittlungsprovision für Produkte, an denen hauptsächlich die Bank selbst verdient. Unbedingt nach der Netto-Rendite der empfohlenen Anlagen fragen, also nach der tatsächlichen Verzinsung des angelegten Geldes. Denn die wirkliche Verzinsung kann wegen Bearbeitungs- und Depotgebühren, Kauf- oder Verkaufsabschlägen oder anderer mehr oder weniger versteckter Kosten oft deutlich niedriger ausfallen als der angepriesene Nominalzins. Über Verwaltungskosten, Depotgebühren oder ähnliche Zusatzkosten muss der Berater ausdrücklich informieren. Wer von seiner Bank falsch beraten wurde, hat drei Jahre Zeit, um Schadenersatzansprüche anzumelden. Wichtig: Die Frist beginnt bereits zum Zeitpunkt des Anlagekaufs und nicht erst dann, wenn Verluste eintreten.
 
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