Die Haltung eines Pferdes ist eine wunderschöne, aber auch kostspielige Angelegenheit. Besonders dann, wenn das Tier erkrankt, verunglückt oder sogar einen Unfall verursacht. Um vor den daraus resultierenden hohen finanziellen Belastungen geschützt zu sein, ist es daher ausdrücklich zu empfehlen, eine Pferdeversicherung abzuschließen. Hierfür gibt es unterschiedliche Angebote, welche im Folgenden kurz erläutert werden. Sollte sich das Pferd verletzen oder an einem Infekt leiden, ist die Behandlung durch einen Tierarzt oft aufwendig und langfristig. Die Pferde-Krankenversicherung übernimmt hier jene Behandlungskosten, die für Untersuchungen, Medikamente, Verbandmittel und Röntgen- sowie Laboruntersuchungen anfallen. Je nach Versicherungsanbieter bzw. Vertrag sind die Kosten für die stationäre- und ambulante Behandlung bis zu einem bestimmten Prozentsatz gedeckt. Auch Impfungen sind im Leistungsumfang enthalten. Die Laufzeit des Vertrages ist in den meisten Fällen frei wählbar. Stirbt das Tier, so ist neben der emotionalen Trauer auch der finanzielle Schaden nicht unerheblich. Das gilt besonders dann, wenn das Pferd für die Zucht oder den Reitsport eingesetzt wurde. Ein beträchtlicher finanzieller Verlust droht ebenfalls, wenn das Pferd durch einen Unfall bzw. durch eine Krankheit für die oben genannten Zwecke „unbrauchbar“ geworden ist oder aber einem Diebstahl zum Opfer fällt. Um diesem Verlust entgegenzuwirken, sollte im Vorfeld eine Pferde-Lebensversicherung abgeschlossen werden. Tritt einer der erwähnten Fälle ein, übernimmt die Versicherung die Höhe der finanziellen Entschädigung bis zu einem vertraglich festgesetzten Prozentsatz. Manchmal kann ein Pferd nur mit einer Operation geheilt werden. Solche Operationen und die anschließende Nachbehandlung verursachen grundsätzlich hohe Kosten. Hatte man jedoch im Vorhinein eine Pferde-OP-Versicherung abgeschlossen, werden die vollen Kosten hierfür von dem Versicherungsinstitut übernommen. Bei einigen Anbietern besteht darüber hinaus die Möglichkeit einer Selbstbeteiligung. Falls das Pferd während des Transports aufgrund eines Unfalls, eines Unwetters, Diebstahls etc zu Schaden kommt, übernimmt die Pferde-Transportversicherung die entstandenen Kosten. In der Regel beginnt der Versicherungsschutz mit dem Verladen des Tieres und endet, wenn das Pferd am Bestimmungsort entladen wird. Die Kosten für den entstandenen Schaden werden von der Versicherung bis zu einem bestimmten Prozentsatz übernommen, welcher zuvor vertraglich vereinbart wurde. Voraussetzung hierfür ist, dass ein geeignetes Transportmittel eingesetzt wurde. Dieses spezielle Versicherungspaket bietet in der Regel gleich drei wichtige Versicherungen rund um das Pferd an. Das wäre zum einen die Pferdehalterhaftpflichtversicherung, welche durch das Pferd verursachte Schäden (bis zu einer vertraglich vereinbarten Deckungssumme) versichert. Dann die Pferde-OP-Versicherung, die die kompletten Kosten für eine nötige Operation des Tieres trägt und letztendlich die Reiter-Unfallversicherung, welche für resultierende Kosten eines Reitunfalls aufkommt. Einige Versicherungen bieten zusätzlich weitere Leistungen an. Eine Selbstbeteiligungsvereinbarung ist bei vielen Anbietern möglich. Falls das Pferd die Gesundheit oder das Eigentum eines Dritten schädigt, kann das für den Tierbesitzer ganz schnell ein finanzielles Fiasko bedeuten: Laut Gesetz wird er nämlich in diesem Fall unbegrenzt haftbar gemacht. Vor diesem Risiko schützt die Pferdehalterhaftpflichtversicherung, für die es – je nach Versicherungsinstitut – unterschiedliche Konditionen gibt. Wie im vorherigen Abschnitt erläutert, kann es für einen Tierbesitzer den finanziellen Ruin bedeuten, sobald sein Tier einen Dritten bezüglich dessen Gesundheit und/oder Eigentum schädigt. Die Ponyhaftpflichtversicherung übernimmt hieraus entstehende Kosten für Ponys (bis zu dem Stockmaß von 1,48 m), Fohlen, Esel sowie Pferde, die gar nicht bzw. nicht mehr als Reitpferd genutzt werden. Auch hier gibt es unterschiedliche Versicherungskonditionen. Stürzt ein Reiter vom Pferd, können die Unfallfolgen bisweilen sehr schwer sein. Eine Reiter-Unfallversicherung kann – je nach Vertrag – alle Reiter eines Pferdes pauschal versichern. So wird von dem Institut ein Großteil der (aus dem Unfall entstehende) Krankenhauskosten übernommen. Bei Vollinvalidität sowie – im schlimmsten Falle – beim Tod des Reiters, zahlt die Versicherung einen vorher vereinbarten Betrag aus.
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